Nirgendwo
Meine Gedanken wandern schneller als ich,
suchen mir eine Heimat, wo ich frei wie ein Vogel rasten kann,
ohne Grenzen.
Nirgendwo bin ich zu Hause, suche mir eine Heimat
in der nur noch Menschlichkeit herrscht.
Nur dort bin ich zu Hause,
wo es keine Verfolgung, keine Vertreibung und keine Kriege gibt.
Meine Gedanken suchen die Freiheit, die die Sehnsucht aller Menschen ist,
ein Lied möchte ich singen wie zwitschernde Vögel am Ast eines Apfelbaumes.
Bis ich meine Freiheit gefunden habe, werde ich nirgendwo zu Hause sein.
Bonn, 2018
Wort zu Wort
Wort zu Wort
Wort zu Wort
verwandeln sich unsere Gedanken zu Geschichten.
Sie beschreiben Situationen aus unserem Leben.
Mal traurige Geschichten, mal fröhliche Erzählungen.
Wie Olivenbäume werden wir sie in unseren Herzen begrünen,
verstreuen wir sie in die weite Welt,
Wort zu Wort werden sie Legende für fremde Länder.
Wort zu Wort
ziehen unsere Gedanken mit dem wehenden Wind,
zerstreuen sich wie die Knospen einer Blume,
fliegen wie die Zugvögel über die Kontinente.
Wort zu Wort erblühen unsere Gedanken,
bestärken den Kampf der Anderen für die Gerechtigkeit.
Wort zu Wort
quellend fließen sie mit der Strömung der Flüsse in die Ozeane.
Wir haben nur noch die Worte, die von Menschlichkeit berichten.
Unsere Worte sind unser Widerstand,
wir haben außer Worten keine Waffen.
Bonn, 2018