Vita

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Hıdır Eren Çelik, am 16.06.1960 in Dersim (Tunceli) / Türkei geboren, ist Leiter der Evangelischen Migrations-und Flüchtlingsarbeit des Ev. Kirchenkreises Bonn. Er war von 1995 bis April 2018 Vorsitzender des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V.

Seit 1999 hat er einen Lehrauftrag an der Universität zu Köln im Fachbereich Interkulturelle Pädagogik und Schriftsteller (VS). 2018 hat er in der Türkei seine Habilitation im Fachbereich Internationale Politik zum Thema „EU-Türkei-Beziehungen“ anerkannt bekommen.

Hidir E. Celik ist auch gesellschaftspolitisch aktiv. Er war von 2004 bis Ende 2010 Vorsitzender des Mietervereins Bonn/Rhein-Sieg und Ahr. Seit November 2004 ist er Gründungsmitglied und Vorsitzender der Evangelischen Stiftung für Migrationsarbeit (ESMA) sowie Gründungsmitglied und Vorsitzender der Dersimstiftung für akademischen Austausch in Europa. Seit Oktober 2017 ist er Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Mitarbeit.

Der Vater betreibt einen Kurzwarenladen, die Mutter versorgt den Haushalt und die große Familie. Wo Deutschland, wo „Alamania“ liegt, wusste damals fast niemand im Dorf. Trotzdem soll „Alamania“ die „zweite Heimat“ der Familie werden… und wurde es auch.

Die Eltern gehören zur ersten Generation der sog. „Arbeitsmigranten“.
Hıdır Çelik bleibt bis zu seinem Abitur in der Türkei und kommt erst gegen Ende 1978 nach Deutschland, um zu studieren. Doch zunächst arbeitet er, mit vielen anderen Migranten, in einer Metallfabrik. 1985 nimmt er sein Studium der Politologie, Soziologie, Germanistik auf. Mit einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung promoviert er 1995 über „Die Migrationspolitik bundesdeutscher Parteien und Gewerkschaften.“
Er ist Initiator der „Bonner Buchmesse Migration“, die im jeden zweites Jahr im „Haus der Geschichte“ stattfindet.
Hıdır Çelik schrieb schon als Schüler Gedichte und Prosatexte auf Türkisch. Seit 1990 schreibt und veröffentlicht er auf Deutsch: Lyrik, Satiren, Kurzgeschichten und Sachbücher. Er ist Vater zweier Söhne, die in Bonn geboren sind. In seinen Texten und in seinem beruflichem Alltag kreist er „wie ein Vogel um die Themen Flucht, Kriege, Armut“, setzt sich für Menschen ein, „die Diskriminierung im Alltag“ erleben, in der Hoffnung, „dass es eines Tages nur noch eine Heimat der Heimatlosen geben wird, in der nicht mehr nach Nationalität oder Hautfarbe differenziert wird.“

Hidir E. Celik wurde am 4. April 2006 vom Landschaftsverband Rheinland für seine Verdienste, sowohl im kulturellen/literarischen Bereich als auch für die Förderung der interkulturelle Zusammenleben der Kulturen mit dem Rheinlandtaler Kulturpreis ausgezeichnet.
„Als „Grenzgänger“ zwischen Morgenland und Abendland, zwischen islamischer und christlicher Religion, immer aber als Akteur und Impulsgeber haben Sie sich zwischen den unterschiedlichen Kulturen bewegt und für eine Migrationspolitik geworben, die über den Tag, über den Alltag hinausschaut. (…) Literatur ist ein ausgezeichnetes Mittel, Verbindungen zu schaffen, Verbindungen zwischen den Kulturen, zwischen Entfernungen, zwischen Völkern. Die Liebe zur Literatur ist immer auch eine Liebe zu den Menschen-Literatur baut Brücken und nicht zuletzt das haben Sie als Wunsch für die Zukunft formuliert.“(Zitat aus der Rede der stellvertretenden Vorsitzenden der Lanschaftsversammlung Rheinland, Frau Corinna Beck zur Verleihung des Rheinlandtalers an Herrn Hidir Celik, am 4. April 2006 im Bonner Rathaus).

Im Juni 2016 wurde Hıdır Çelik mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde von der damaligen Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, im Landtag in Düsseldorf überreicht.

Weitere Informationen zu Veröffentlichungen können Sie der pdf-Datei „Vita als pdf“ entnehmen.